
Diese Prognose basiert auf einer verlängerten Periode von außergewöhnlicher Hitze, die die globale Durchschnittstemperatur auf beispiellose Höhen getrieben hat, mit Daten, die den Zeitraum von Januar bis November abdecken.
Es ist nun fast sicher, dass 2024 das heißeste Jahr seit 1940 sein wird, als systematische Aufzeichnungen begannen, und wahrscheinlich das heißeste der letzten 125.000 Jahre, laut historischen Analysen. Ein besonders alarmierender Aspekt betrifft das erstmalige Überschreiten der kritischen Schwelle von 1,5°C über den vorindustriellen Niveaus, eine Grenze, die als entscheidend gilt, um gefährliche Auswirkungen der globalen Erwärmung zu vermeiden. Obwohl es sich um ein vorübergehendes Überschreiten handelt, warnen Wissenschaftler, dass verlängerte Perioden über dieser Schwelle verheerende Folgen für den Planeten haben könnten, einschließlich irreversibler Schäden an Ökosystemen und einer Zunahme der Häufigkeit und Intensität von extremen Wetterereignissen. Die Klimabewertungen des Copernicus-Dienstes basieren auf Milliarden von Daten, die durch ein globales Netzwerk von Satelliten, Wetterstationen, Schiffen und Flugzeugen gesammelt werden und mit historischen Informationen aus Eisbohrkernen, Baumringen und Korallenskeletten kombiniert werden.
Diese Instrumente ermöglichen es Wissenschaftlern, Klimatrends über sehr lange Zeiträume zu analysieren und eine klare Perspektive auf die Beschleunigung der globalen Erwärmung zu bieten. Zu den jüngsten Beispielen für die Auswirkungen des Klimawandels gehört, dass Portugal im Monat November seine heißeste je gemessene Periode verzeichnete, mit Durchschnittstemperaturen, die 2,69°C über dem Durchschnitt des Zeitraums 1981-2010 lagen.
Diese Episode fügt sich in eine wachsende Liste von thermischen Anomalien weltweit ein, die zeigen, wie der Klimawandel das lokale und globale Klima beeinflusst. Trotz der internationalen Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens, das darauf abzielt, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, sind die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichend.
Die Emissionen von Kohlendioxid, die hauptsächlich aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen stammen, steigen weiter an und treiben den Planeten in Richtung einer möglichen Erwärmung von 3,1°C bis zum Ende des Jahrhunderts.
Dieses Szenario stellt ernsthafte Risiken für die Stabilität des Erdklimas und das Überleben vieler Arten, einschließlich des Menschen, dar. Die steigenden Temperaturen verstärken bereits die extremen Wetterereignisse mit verheerenden Folgen für Millionen von Menschen.
Jüngste Überschwemmungen in Spanien und Kenia, tropische Stürme in den Vereinigten Staaten und den Philippinen sowie schwere Dürren und Waldbrände in Südamerika sind nur einige Beispiele für die zunehmende Intensität dieser Phänomene.
Diese Ereignisse gefährden nicht nur Menschenleben, sondern beeinträchtigen auch Infrastrukturen, landwirtschaftliche Ressourcen und die Biodiversität, was die Dringlichkeit einer entschlosseneren und koordinierten Klimaschutzmaßnahme auf globaler Ebene unterstreicht.






