
Laut den Prognosen könnte 2024 als das heißeste Jahr aller Zeiten verzeichnet werden, was den Höhepunkt eines Jahrzehnts beispielloser Erwärmung darstellt, die durch menschliche Aktivitäten angetrieben wird.
Der Anstieg der globalen Temperaturen und extremer Wetterereignisse wirft ernsthafte Fragen über die Zukunft des globalen Klimas auf.
Steigende Temperaturen und Treibhausgase
Die Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre haben Rekordniveaus erreicht, wodurch Wärme eingeschlossen und zur Erhöhung der Temperaturen beigetragen wird. Die WMO hat hervorgehoben, dass diese Situation eine Eskalation von extremen Wetterereignissen begünstigen könnte, mit katastrophalen Folgen für Ökosysteme und menschliche Gemeinschaften. Celeste Saulo, neue Generalsekretärin der WMO seit Januar 2024, betonte, dass jede Bruchteil eines Grades Erwärmung zu einer Zunahme von extremen Ereignissen und Klimarisiken führt. In einer Pressekonferenz in Genf am 19.
März 2024 unterstrich sie, dass sich der Klimawandel mittlerweile täglich durch Hitzewellen, Überschwemmungen und zerstörerische Stürme manifestiert.
Der Klimabericht 2024
Laut dem WMO-Bericht über den Zustand des Klimas 2024 lag die durchschnittliche globale Temperatur zwischen Januar und September um 1,54°C über den vorindustriellen Niveaus und überschritt damit die im Pariser Abkommen von 2016 festgelegten Grenzen.
Wenn keine konkreten Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen ergriffen werden, prognostiziert das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, dass die globalen Temperaturen bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 3,1°C steigen könnten. Dieser Temperaturanstieg ist nicht nur eine statistische Zahl, sondern hat reale und dramatische Auswirkungen. Extreme Wetterereignisse wie Starkregen und verheerende Überschwemmungen haben weltweit schwere menschliche Verluste und materielle Schäden verursacht.
Zu den verheerendsten Ereignissen des Jahres 2024 gehört der Tropische Wirbelsturm Chido, der die französische Insel Mayotte im Indischen Ozean und Mosambik traf und Zerstörung und Massenvertreibungen verursachte.
Globale Auswirkungen
Laut einer gemeinsamen Analyse von World Weather Attribution und Climate Central hat der Klimawandel 26 der 29 im Laufe des Jahres untersuchten extremen Ereignisse intensiviert.
Diese Phänomene haben mindestens 3.700 Todesfälle verursacht und Millionen von Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.
Insbesondere das Jahr 2024 verzeichnete einen Anstieg von 41 Tagen gefährlicher Hitze im Vergleich zu den Vorjahren, mit negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Ökosysteme. Zu den bedeutendsten Ereignissen gehört der Hurrikan Helene, der Florida in den Vereinigten Staaten traf und weitreichende Überschwemmungen und Zerstörungen durch starke Winde verursachte.
Solche Ereignisse verschonen keine Region der Welt und zeigen, dass der Klimawandel eine globale Krise ist, die dringende und koordinierte Maßnahmen erfordert.
Die Risiken für die Zukunft
Mit dem Anstieg der globalen Temperaturen deuten die Prognosen auf eine Zunahme der Häufigkeit und Intensität von extremen Ereignissen hin.
Längere Hitzewellen, anomale Niederschläge und immer heftigere Stürme bedrohen die Stabilität von Gesellschaften und Volkswirtschaften.
Um die Auswirkungen dieser Veränderungen zu begrenzen, fordert die WMO eine verstärkte internationale Zusammenarbeit und betont die Dringlichkeit, gezielte Politiken zur Emissionsreduktion und Risikominderung zu verabschieden.






