
Zum ersten Mal schließt sich die Meteorologische Organisation der Vereinten Nationen einer internationalen Sportföderation an, mit einem Abkommen, das ab der Wintersaison 2024-25 in Kraft treten wird. Celeste Saulo, Generalsekretärin der WMO, hob die Dringlichkeit der Situation hervor und erklärte, dass Ereignisse wie ruinierte Urlaube und abgesagte Wettbewerbe nur die „Spitze des Eisbergs“ des Klimaproblems seien. Schmelzende Gletscher, verringerte Schneedecke und das Tauen des Permafrosts verändern die empfindlichen Gebirgsökosysteme radikal und beeinflussen lokale Gemeinschaften und globale Volkswirtschaften.
Saulo warnte, dass die Folgen dieser Veränderungen Jahrhunderte andauern könnten und verheerende Auswirkungen auf lokaler, nationaler und globaler Ebene haben könnten. Die Erderwärmung und die daraus resultierende Verkürzung der Wintersaison haben erhebliche Auswirkungen auf den Wintersport, sowohl für Profis als auch für Enthusiasten.
In der Saison 2023-24 hat die FIS 616 Weltcup-Rennen an 166 Orten geplant, aber 26 Veranstaltungen wurden abgesagt aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen.
Diese Daten verdeutlichen das wachsende Problem, das die steigenden Temperaturen für die Wintersportindustrie verursachen, insbesondere in europäischen Skigebieten, wo ganze Berge schneefrei geblieben sind. Johan Eliasch, Präsident der Internationalen Ski- und Snowboardföderation, betonte die Schwere der Klimakrise und bezeichnete sie als ein Problem, das weit über den Sport hinausgeht.
Er beschrieb den Klimawandel als einen echten „Scheideweg für die Menschheit“ und betonte, dass er eine existenzielle Bedrohung für Ski und Snowboard darstellt.
Eliasch hob die Bedeutung eines wissenschaftlichen Ansatzes zur Bewältigung dieser Krise hervor und wies darauf hin, dass die neue Partnerschaft mit der WMO ein entscheidender Schritt sein wird, um Lösungen auf der Grundlage objektiver Analysen und wissenschaftlicher Daten zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit markiert einen entscheidenden Moment im Kampf um den Schutz der Zukunft des Wintersports und der Gebirgsökosysteme, die durch ständig steigende Temperaturen und immer unvorhersehbarere Wetterbedingungen bedroht sind.






