
Im Jahr 2020 wurden 41,8 Millionen Tonnen Methan freigesetzt, eine beeindruckende Zahl, die mehr als das Doppelte des jährlichen Durchschnitts des vorangegangenen Jahrzehnts und sechsmal so hoch wie in den 2010er Jahren ist. Die Hauptursachen für diesen Anstieg sind Sektoren wie der Kohleabbau, die Produktion und Nutzung von Erdöl und Erdgas, die Viehzucht von Rindern und Schafen sowie die Zersetzung organischer Abfälle, einschließlich Lebensmittel auf Deponien. Die anthropogenen Emissionen von Methan steigen in fast allen Ländern der Welt, mit begrenzten Ausnahmen wie Europa und Australien, wo ein langsamer Rückgang zu verzeichnen ist.
Die größten Zuwächse sind jedoch in China und Südostasien zu verzeichnen, wo der Kohleabbau und industrielle Aktivitäten massiv zur Verschmutzung beitragen. Pep Canadell, Geschäftsführer des Global Carbon Project, betonte die Bedeutung der Bekämpfung dieser Emissionsquellen, um die Klimakrise einzudämmen. Der kontinuierliche Anstieg der Methanemissionen stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Erreichung der globalen Klimaziele dar, insbesondere in Bezug auf die Begrenzung des Anstiegs der globalen Temperaturen auf unter 2 Grad Celsius.
Trotz des Global Methane Pledge, einer Vereinbarung, die von 150 Ländern unterzeichnet wurde, um die Methanemissionen bis 2030 um 30 % gegenüber dem Niveau von 2020 zu reduzieren, sind die Fortschritte noch weit entfernt. China, Russland und Indien, die für eine erhebliche Menge an Emissionen verantwortlich sind, haben sich diesem Engagement nicht angeschlossen, obwohl China angekündigt hat, mit den Vereinigten Staaten in Fragen im Zusammenhang mit anderen Treibhausgasen als Kohlendioxid zusammenzuarbeiten. Dieser Anstieg der Methanemissionen gefährdet nicht nur die Bemühungen zur Eindämmung der globalen Erwärmung, sondern stellt auch ernsthafte Risiken für das globale ökologische Gleichgewicht dar.
Die Folgen eines weiteren Temperaturanstiegs könnten verheerend sein, was dringende politische Maßnahmen und konkrete Maßnahmen auf internationaler Ebene zur Bewältigung dieser Krise noch dringlicher macht.






