
Weitere Analysen eines zweiten Eiskerns, genannt GISP2, der 1993 im Zentrum Grönlands in einer Tiefe von 3 km entnommen wurde, bestätigten das Vorhandensein eines vergangenen Ökosystems, das aus Weidenholz, Pilzen, Mohnsamen und sogar dem Auge eines Insekts in einer Schicht von etwa 8 Zentimetern bestand.
Diese Funde zeigen, dass die Region vor Hunderttausenden von Jahren überwiegend eisfrei war.
Die Anfälligkeit der grönländischen Eiskappe wird nun als Realität angesehen, mit der Möglichkeit, dass sie in den nächsten Jahrhunderten oder Jahrtausenden fast vollständig schmelzen könnte, wenn die Treibhausgasemissionen nicht signifikant reduziert werden.
Dieses Szenario war bis vor kurzem unvorstellbar, aber die gesammelten Daten zeigen, dass ähnliche Ereignisse in der Vergangenheit bereits stattgefunden haben, auch bei viel niedrigeren Treibhausgaskonzentrationen.
Das Schmelzen der grönländischen Eiskappe könnte zu einem Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 7 Meter führen, wodurch Hunderte von Millionen Menschen gefährdet und zahlreiche Küstenstädte weltweit verschwinden könnten.
Diese Informationen verstärken nicht nur das Verständnis vergangener Klimaveränderungen, sondern warnen auch dringend vor den potenziellen zukünftigen Katastrophen im Zusammenhang mit der aktuellen Klimakrise.






