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Das Risiko der Schifffahrt in der Arktis aufgrund des gefährlichen Eisschmelzens

Lea Hoffmann von Lea Hoffmann
07 Aug. 2024 - 11:17
in Klimawandel
Lesezeit: 2 Min. Lesezeit
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Der Klimawandel dünnt das arktische Meereis aus, ein Phänomen, das entgegen der allgemeinen Annahme die Navigation durch die nordamerikanische Arktis eher erschwert als erleichtert.

Eine kürzlich in Nature veröffentlichte Studie untersuchte den Nordwestpassage Kanadas über einen Zeitraum von 15 Jahren und zeigte, dass das Schmelzen des lokalen Eises, verursacht durch die globale Erwärmung, dickeres Eis aus Grönland in die Engstellen des Korridors fließen lässt, wodurch die Zeitspanne verkürzt wird, in der Schiffe die Passage durchqueren können.

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Das einjährige Eis zieht sich zurück, was bedeutet, dass das mehrjährige, dickere Eis nun in diese Gebiete vordringen kann.

Dieses dichtere Eis stellt ein größeres Risiko für Schiffe dar, da es Schäden oder sogar das Sinken bei einer Kollision verursachen kann.

Die Ergebnisse dieser Studie widersprechen der allgemeinen Auffassung, dass die Nordwestpassage, die arktische Wasserstraße, die den Atlantik und den Pazifik verbindet, eine zunehmend praktikable Option für die kommerzielle Schifffahrt ist.

Auch für die Autoren der Studie waren diese Ergebnisse eine Überraschung.



Alison Cook, Forscherin bei der Scottish Association for Marine Science und der Universität Ottawa und Hauptautorin der Studie, stellte fest, dass sich die Dauer der Navigationssaison nicht überall verlängert hat, obwohl dies angenommen wurde.

Die Studie analysierte historische Eiskarten der Nordwestpassage und wandelte sie in Saisonlängen um, die die Anzahl der Wochen angeben, in denen Schiffe mit mittlerer Eisfestigkeit die Passage ohne zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen durchqueren können.



In vier Regionen wurden signifikante Veränderungen beobachtet: In drei dieser Regionen verkürzte sich die Navigationssaison zwischen 2007 und 2021 um 50 bis 70 Prozent.

Nur in der östlichen Lancasterstraße verlängerte sich die Saison um 15 Prozent.

Die Navigationssaisons dauern typischerweise zwischen 15 und 25 Wochen, obwohl es zwischen den Jahren und Regionen erhebliche Schwankungen gibt.



Trotz der Verkürzung der Saisons haben die Überfahrten im letzten Jahrzehnt im Durchschnitt zugenommen.

Die kanadische Küstenwache erwartet in den kommenden Jahren einen Anstieg des arktischen Verkehrs aufgrund des zunehmenden Tourismus, der kommerziellen Schifffahrt und der Abenteuerchancen.

Dennoch stellt das mehrjährige Eis weiterhin eine Bedrohung für die Sicherheit der Schiffe entlang der nördlichen Route der Nordwestpassage dar, eine Situation, die laut Experten noch Jahrzehnte andauern wird.



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