
Diese Ressource, die eine entscheidende Energiequelle für das Erreichen der Null-Emissionen-Ziele darstellen könnte, zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, saubere Energie zu erzeugen, wobei nur Wasser und Wärme als Nebenprodukte entstehen.
Mit einer höheren Energiedichte im Vergleich zu Batterien kann Wasserstoff in bestehende Infrastrukturen für Produktion, Speicherung und Transport integriert werden.
Das aktuelle Wasserstoffpanorama
Heute wird Wasserstoff hauptsächlich auf drei Arten produziert:
- Grauer Wasserstoff: gewonnen aus fossilen Brennstoffen wie Methan, ist die am weitesten verbreitete, aber auch die umweltschädlichste Methode.
- Blauer Wasserstoff: ähnlich wie grauer Wasserstoff, jedoch mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung während der Produktion.
- Grüner Wasserstoff: gilt als der umweltfreundlichste, wird durch Elektrolyse von Wasser unter Verwendung erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne gewonnen.
Dieser Prozess erzeugt weniger als 1 kg CO2 pro Kilogramm erzeugtem Wasserstoff.
Trotz der ökologischen Vorteile von grünem Wasserstoff ist seine Nutzung aufgrund der hohen Produktionskosten und der Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien zu bestimmten Zeiten noch begrenzt.
Die Entdeckung von natürlichem Wasserstoff
Eine interessante Alternative hat sich mit der Entdeckung von natürlichem Wasserstoff ergeben, der durch chemische Prozesse im Untergrund gebildet wird.
Dieses Phänomen, das bis vor kurzem als selten galt, wurde durch bedeutende Vorkommen an Orten wie Bourakebougou in Mali bestätigt.
Seitdem hat eine wahre globale Jagd nach natürlichem Wasserstoff in Ländern wie Frankreich, Spanien, USA (Nebraska, Arizona, Kansas), Australien, Marokko und Brasilien begonnen. Laut den optimistischsten Schätzungen könnte der Erduntergrund bis zu 5,6 Millionen Millionen Tonnen natürlichen Wasserstoff enthalten.
Die Forscher erkennen jedoch einen großen Unsicherheitsbereich an, wobei die Schätzungen um sieben Größenordnungen variieren. Dennoch würde selbst ein kleiner Bruchteil dieser Reserven, nämlich 2% der Gesamtschätzungen, ausreichen, um die weltweite Nachfrage für die nächsten 200 Jahre zu decken.
Diese Menge würde etwa die doppelte Energie im Vergleich zu den nachgewiesenen weltweiten Erdgasreserven liefern.
Herausforderungen und Chancen
Die Gewinnung von natürlichem Wasserstoff stellt einige technische und wirtschaftliche Herausforderungen dar.
Viele der identifizierten Reserven befinden sich in großen Tiefen oder in Offshore-Positionen, was ihre wirtschaftliche Nutzung erschwert.
Dennoch könnte die Möglichkeit, auf ausreichend große Vorkommen zuzugreifen, das globale Energieszenario revolutionieren.
Die gemessenen natürlichen Wasserstoffströme in der Atmosphäre, obwohl variabel, sind ermutigend und könnten eine Grundlage für eingehendere Erkundungen bieten.
Die direkte Produktion aus dem Untergrund könnte die Notwendigkeit der Verwendung fossiler Brennstoffe als Rohstoff eliminieren und Wasserstoff zu einer wirklich sauberen und nachhaltigen Lösung machen. Sollten sich die natürlichen Wasserstoffreserven bestätigen, würden sie eine reichhaltige und umweltfreundliche Energiequelle darstellen, die erheblich zu den Netto-Null-Zielen beitragen könnte.






