
Der nordafrikanische Höhenrücken, der unbestrittene Protagonist des Sommers in ganz Italien und weiten Teilen Europas, könnte endlich einen ebenbürtigen Gegner im Zeitraum vom 5. bis 12.
September finden, wenn die Wettermodelle die Ankunft von mindestens zwei starken Störungen vorhersagen.
Die erste Störung im September
Die erste dieser Störungen könnte zwischen dem 5. und 6.
September eintreffen: Es würde sich um einen sehr kühlen Kern aus dem Nordatlantik handeln, der durch die ersten Zuckungen des Polarwirbels entsteht, der seit einigen Tagen wieder über dem Nordpol rotiert.
Diese Störung könnte zunächst Westeuropa treffen und dann auch den Norden Italiens streifen, was zu einer schweren Verschlechterung mit starken Gewittern und einem deutlichen Temperaturabfall führen würde.
In der Zwischenzeit könnte das Thermometer auch im Zentral-Süd um einige Grad fallen, aber wir werden uns dennoch in einem für die Jahreszeit recht warmen Kontext befinden.
Die “Schwüle vertreibende” Störung
Die “Schwüle vertreibende” Störung könnte anschließend, also zwischen dem 9. und 12. September, eintreffen, wie derzeit vom amerikanischen Modell GFS erfasst. Ein sehr breiter und kühler atlantischer Trog könnte sich über Südeuropa stürzen und sowohl den nordafrikanischen Höhenrücken als auch die in den letzten Wochen angesammelte Feuchtigkeit vertreiben.
Die schwüle Hitze könnte somit plötzlich zu einer fernen Erinnerung werden, ersetzt durch viel kühlere und angenehmere Luft, begleitet von Regen und Gewittern, die von Norden nach Süden wiederholt auftreten. Laut den neuesten Aktualisierungen der Wettermodelle könnte diese Störung die Temperaturen sogar unter die Durchschnittswerte der Jahreszeit um einige Grad sinken lassen.
Das bedeutet, dass wir bis Ende der ersten Septemberdekade mit mindestens 10 °C weniger als den aktuellen Werten rechnen könnten. Es ist klar, dass wir uns immer noch im Bereich der langfristigen Trends befinden, weshalb weitere Aktualisierungen der Wettermodelle erforderlich sind, um diese wichtige Richtungsänderung in Richtung Herbst zu bestätigen oder zu widerlegen.






